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Schwarzwaldpokal Schonach
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   40 Jahre Schwarzwaldpokal     

  

40 Jahre aber ganz jung geblieben
Der Schonacher Schwarzwaldpokal hat allen Stürmen getrotzt
Von Peter Hettich
 
Am Dreikönigstag 2006 gastierte die Weltelite der Kombinierer beim Schwarzwaldpokal in Schonach. Man höre und staune: zum 40. Mal.

Als sich 1967 die SZ Brend und der SC Schonach zu einer gemeinsamen Kombinationsveranstaltung unter der Bezeichnung »Internationale Skiwettkämpfe Schonach/Neukirch« zusammenfanden, konnte weiß Gott niemand ahnen, was da aus der Taufe gehoben wurde. Aus dem von Edi Lengg gewonnenen Auftaktwettbewerb ist inzwischen längst eine der renommiertesten Veranstaltungen im internationalen Weltcupkalender geworden.

Ab 1971 waren die Schonacher dann allein am Zug. »Internationale Nordische Kombination um den Schwarzwaldpokal« hieß nun der Anlass, zu dem geladen wurde - und alle kamen, wie ein Blick in die Startlisten
jener Zeit beweist: Österreich, Finnland, Italien, Jugoslawien, Polen, die Schweiz, USA, Schweden, Tschechoslowakei, Frankreich, Japan, Norwegen, Sowjetunion und die deutschen Verbände aus Ost und West erwiesen dem rasch wachsenden »Kind« ihre Referenz.

In kürzester Zeit wurde der Schwarzwaldpokal zu einer der begehrtesten Trophäe des Genres, auch deshalb, weil sich die von Bildhauer Prof. Klaus Rinwald gestaltete Trophäe wohltuend vom »Salatschüssel-Niveau« anderer Siegerpokale abhob. Der Bronzeguss mit Ornamenten und eingearbeiteten Bergkristallen, dessen großes Original von Ernst Schmieder als Wanderpokal gestiftet wurde, ist ein wahres Schmuckstück. Auch die kleine Nachbildung bedeutet für jeden Sieger eine Aufwertung des Trophäenschrankes. Von 1972 bis 1985 wurden auch die Junioren mit einem von Ringwald gefertigten Pokal bedacht. Der von Gottlieb Rombach gestiftete Siegerpreis wurde 1979 von einer von der Volksbank Triberg finanzierten Neu-Ausfertigung abgelöst, die Wolfgang Beyer entworfen hatte.

Gravierende Neuerungen gab es auch im sportlichen Bereich. Ab der Saison 1982/83 stoppte die Gundersen-Methode, zumindest bei einigen Veranstaltungen, endlich das lästige Rätselraten der Fans nach dem Sieger. Ein Jahr später war¹s auch in Schonach soweit: Thomas Müller kam als Erster ins Ziel und hatte auch gewonnen. So einfach kann Sport sein. Dem Wettbewerb vor 22 Jahren kam in weiterer Hinsicht besondere Bedeutung zu:
Die FIS hatte den Weltcup geschaffen (damals zehn Stationen), und Schonach war mit an Bord. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Im Jahr 1994 wurde der »Warsteiner Grand Prix Deutschland« geschaffen, eine kleine Tournee innerhalb des Weltcups, bei der der Gesamtsieger der Wettkämpfe in Oberwiesenthal, Reit im Winkl und Schonach zusätzlich gutes Geld kassieren durfte. Weltcup und Warsteiner Grand Prix gibt's nach wie vor, die Stationen Reit im Winkl und Oberwiesenthal nicht mehr. In Oberhof und Ruhpolding spielt jetzt die Musik und natürlich in Schonach, trotz aller Unkenrufe der kleinen Schanze wegen. Offenbar weiß die FIS, dass Sachverstand, Tradition und Begeisterung doch wichtiger sind als ein großer »Bock«.

 

 
 

 

 

 

 

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